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Sicherheitsanforderungen

Erdung und Potenzialausgleich der Antennenanlage

Ausführung von Erdung und Potenzialausgleich

Der metallene Mast als mögliche Blitzeinschlagsstelle muss auf dem kürzesten Wege über eine Erdungsleitung mit der Erdungsanlage verbunden werden. Die Schirme der Antennenleitungen müssen mit dem geerdeten Mast verbunden werden. Der Erdungsleiter muss möglichst kurz, geradlinig und senkrecht geführt werden, unter Vermeidung von Schleifen.

Erdungsanlage

Die Erdungsanlage hat die Aufgabe, die Blitzströme weitläufig und möglichst niederohmig in der Erde zu verteilen. Erder sind alle mit der Erdungsanlage verbundenen metallischen Teile. Der Zerstörung des Erders durch Korrosion im Erdreich ist durch die Wahl geeigneter Werkstoffe und ausreichend starker Dimensionierung vorzubeugen. Am besten geeignet sind Erder der Blitzschutzanlage und Fundamenterder.

Erdungsleiter

Die Erdungsleitung muss bei einem Einschlag den Blitzstrom möglichst gefahrlos zum Erder ableiten. Mindestquerschnitte für Erdungsleitungen sind: Kupfer 16qmm Einzelmassivdraht - Aluminium 25qmm isoliert - Stahl 50qmm. Einzelmassivdrähte sind zwingend vorgeschrieben, da bei mehrdrahtigen Leitungen beim Stromdurchgang zu hohe elektrodynamische Kräfte zwischen den einzelnen Leitern auftreten, so dass handelsübliche Klemmen eine sichere Kontaktierung nicht garantieren können.
Fremde leitfähige Teile dürfen als Erdungsleiter verwendet werden, z. B.:

  • 1. Wasserverbrauchs- und Heizungsrohrleitungen. Allerdings sollte man beachten, dass bei späterem unkontrollierbarem Auswechseln gegen Kunststoffrohre die Erdung nicht mehr besteht. Auch weisen wir auf die Gefahr hin, dass z. B. beim Durchsägen einer Wasserleitung ein Todesfall auftreten kann, da über diese Rohre oft sehr hohe Ausgleichsströme fließen können.
  • 2. Das metallene Skelett der baulichen Anlage.
  • 3. Fassaden, Geländer, Feuerleitern, Eisentreppen usw.
    Vorraussetzung ist in allen Fällen, dass diese Systeme dauerhaft durchgehend und gut leitfähig mit dem Erder verbunden sind.

    Näherungen

    Grundsätzlich ist eine Verlegung von Erdungsleitungen außerhalb von Gebäuden gegenüber einer Verlegung im Inneren vorzuziehen. Dadurch wird die Gefahr eines Überschlags auf Metallteile des Gebäudes bestmöglichst vermieden. Gewarnt werden muss vor gemeinsamer Führung der Erdungsleitung mit anderen Leitungssystemen wie Stromversorgung, Antennenkabel usw.. Der notwendige Abstand sollte mindestens 60 cm betragen. Eine Kreuzung, z.B. zwischen Antennenkabel und Blitzstrom führenden Leitungen, sollte grundsätzlich vermieden werden.